FAQ – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Warum ist eine kieferorthopädische Behandlung so wichtig?

Nicht die Behandlung ist wichtig, sondern die einwandfreie Zahn- und Kieferstellung. Und das gleich aus mehreren Gründen.

Zahngesundheit:

Zahn- und Kieferfehlstellungen schaffen Bereiche im Mundraum, die sich nur schwer reinigen lassen. Allein schon die Säuberung, die üblicherweise wie von selbst durch den Speichel erfolgt, bleibt in diesen Bereichen häufig aus. Erkrankungen wie Karies und Parodontitis sowie Zahn- und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) haben hier leichtes Spiel.

Die richtige Zahn- und Kieferstellung erleichtert die Zahnpflege und unterstützt damit die Zahngesundheit.

Wohlbefinden:

Aus gutem Grund hat sich unser Kiefer über Jahrtausende so entwickelt, wie er heute ist. Fehlstellungen sind gleichbedeutend mit Fehlfunktionen, die nicht selten intuitiv durch Mehrbelastungen ausgeglichen werden sollen. Mehr und ungleich verteilte Belastungen ziehen aber Folgen nach sich.

Kiefergelenkschmerzen, Zahnbetterkrankungen oder sogar Arthrose im Kiefergelenk sind nur einige der Gefahren, die sich möglichweise ergeben. Die damit verbundenen Schmerzen können sich bis hin zum Nacken ziehen und sogar Tinnitus oder Migräne verursachen.

Die richtige Zahn- und Kieferstellung ist also die Voraussetzung für die einwand- und beschwerdefreie Funktion des gesamten Gebisses.

Ästhetik:

Wer strahlt nicht lieber über das ganze Gesicht als verbissen die Zähne zusammenzubeißen? Ein Lachen steckt an, ein freundliches Lächeln verbindet. Die richtige Stellung gesunder Zähne gibt Sicherheit und Selbstvertrauen.

Sie schafft die Voraussetzung für ein Strahlen das von Innen kommt.

Bis zu welchem Alter kann eine kieferorthopädische Behandlung durchgeführt werden?

Natürlich gilt: Je früher eine fehlerhafte Kiefer- und Zahnstellung behoben wird, desto weniger muss man sich mit den Folgeerscheinungen auseinander setzen.

Doch generell kann man in jedem Alter durch die Korrektur einer Kieferfehlstellung wirksame Ergebnisse zu erzielen. In Deutschland sind mehr als 20 Prozent der Patienten in diesem Bereich älter als 18 Jahre.

Ab welchem Alter ist die Behandlung einer Kieferfehlstellung sinnvoll?

Der richtige Zeitpunkt ist abhängig von dem des Zahnwechsels und vom Wachstum. In der Regel ist zwischen dem 8. und 11. Lebensjahr die körperliche Entwicklung soweit, dass mit der Behandlung begonnen werden kann.

Ausnahmen können bei besonders ausgeprägten Fehlstellungen gemacht werden; in diesen Fällen kann und sollte die Behandlung schon ab dem 4. Lebensjahr beginnen.

Individuelle Informationen zur kieferorthopädischen Behandlung gibt der zuständige Zahnarzt.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Kind behandelt werden muss?

Ca. 60 Prozent aller Kinder in Deutschland werden aufgrund einer Kiefer- bzw. Zahnfehlstellung behandelt. Nur rund die Hälfte der Fehlstellungen ist jedoch angeboren.

Was sind die Ursachen von Zahn- und Kieferfehlstellungen?

Man unterscheidet zwischen zwei grundsätzlichen Ursachen: Entweder ist die Fehlstellung angeboren, oder sie entsteht mit der Zeit durch Einflüsse, Angewohnheiten und Fehlverhalten.

Angeborene Kieferfehlstellungen sind häufig vererbt. Da sowohl Anlagen der Mutter (z. B. die Zahnform) als auch die des Vaters (z. B. Kiefergröße) weitergegeben werden, können Konstellationen entstehen, die den Zähnen zu wenig oder zu viel Platz (Lücken) geben.

Auch ein zu großer Unterkiefer (Progenie), ein Deckbiss, also das Überbeißen der oberen Schneidezähne, und Fehlbildungen wie Lippen-, Kiefer-, oder Gaumenspalten sind angeboren.

Zahn- und Kieferfehlstellungen, die erst mit der Zeit erworben werden, kann man teilweise entgegenwirken. Angewohnheiten wie das Daumen- und Schnullerlutschen, Fingernägelkauen und das Einsaugen der Unterlippe wirken sich negativ auf die Zahnstellung aus.

Kaum vermeidbar ist eine Fehlstellung, die sich durch einen frühzeitigen Verlust der Milchzähne und der dadurch bewirkten Zahnwanderung einstellt.

Wie wahrscheinlich ist es, dass bei einer Korrektur der Zahnstellung Zähne gezogen werden müssen?

Glücklicherweise nicht sehr wahrscheinlich. Dank moderner Techniken und neuer Erkenntnisse kann das Ziehen eines Zahnes bei der mittlerweile in der Regel problemlos umgangen werden. Lediglich bei enormem Platzmangel, der durch das Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße entsteht, ist das Zahn ziehen unumgänglich.

Sind mit einer festen Zahnspange Schmerzen verbunden?

Der Prozess der Zahnspangeneingliederung bereitet keine Schmerzen. In der Regel reagieren die Zähne einige Tage nach Erhalt der Spange etwas empfindlich auf Druck (beispielweise beim Abbeißen von harten Lebensmitteln), dieses Empfinden legt sich jedoch sehr schnell wieder.

Darf ich mit einer festen Zahnspange weiterhin alles essen?

Man sollte keine Kaugummis, Bonbons mit Füllung oder andere sehr klebrige (Süß-)Speisen zu sich nehmen. Auch auf besonders harte Sachen sollte man besser verzichten. Man kann diese aber gegebenenfalls auch in kleine Stücke schneiden, um zu vermeiden, dass beim Abbeißen an der Spange etwas beschädigt wird.

Kann das Tragen einer festen Zahnspange zu Karies führen?

Sofern die Zähne weiterhin täglich gereinigt werden besteht keine Gefahr.

Wie oft muss ich zum Kieferorthopäden gehen, wenn ich eine Spange trage?

Bei loser Zahnspange im Abstand von 5 bis 7 Wochen. Bei fester Zahnspange sollten, je nach Modell der Brackets, zwischen den Besuchen nicht mehr 4 bis 10 Wochen liegen.

Muss der Hauszahnarzt weiterhin regelmäßig aufgesucht werden?

Ja, denn die Routineuntersuchung und mögliche prophylaktische Behandlungen sind auch während der Zeit, in der man in kieferorthopädischer Behandlung ist, erforderlich. Die Gesundheit der Zähne muss weiterhin regelmäßig kontrolliert werden.

Kann ich mich auf das Erreichen des gewünschten Ziels verlassen?

Das Ergebnis der Therapie ist abhängig von zahlreichen unterschiedlichen Kriterien. Nicht alle sind immer beeinfluss- und vorhersehbar. Doch durch die intensive Vorbereitung auf die Behandlung schaffen wir die besten Voraussetzungen für den Erfolg. Und mit der kontinuierlichen Überprüfung der Entwicklung behalten wir das Ziel stets im Auge. Die Resultate unserer Behandlungen sind daher in aller Regel hervorragend.

Wie nachhaltig ist das Ergebnis?

Mit behandlungsanschließenden Maßnahmen wie Nachsorge und Retention sorgen wir dafür, dass der Erhalt der neuen Zahn- oder Kieferstellung gesichert wird. Regelmäßige Kontrolltermine dafür, dass möglichen Rückfällen rechtzeitig vorgebeugt werden kann.

Hinterlässt die Behandlung Spuren oder Schäden auf den Zähnen?

Der Zahn selbst ist vom Kleben der Brackets kaum betroffen und wird somit bei täglicher Hygiene nicht beschädigt. Lediglich der Zahnschmelz wird vor dem Aufkleben behandelt, Schäden entstehen nicht.

Gibt es Möglichkeiten die Spange zu "verstecken"?

Ja, es gibt inzwischen verschiedene Wege, die feste Spange nahezu unsichtbar werden zu lassen.

Es gibt die Invisalign-Schienen, welche aus durchsichtigem Kunststoff gefertigt, und somit auf den Zähnen kaum sichtbar sind. Eine andere Möglichkeit ist die Lingualtechnik. Hier werden die Brackets von Innen auf die Zähne geklebt; man sieht sie also gar nicht.

Die dritte Variante sind Keramikbrackets, die sich durch Transluzenz an die jeweilige Zahnfarbe anpassen.

Beeinflusst eine Spange das Sprechen?

Grundsätzlich nicht. Man braucht lediglich eine kurze Eingewöhnungszeit, die aber spätestens nach einer Woche beendet ist.

Welche Kosten entstehen?

Die Kosten der kieferorthopädischen Behandlung richten sich nach dem Schwierigkeitsgrad bzw. der Kiefer- und Gebissanatomie eines Patienten. Ist der Patient unter 18 Jahre, so übernehmen die Krankenkassen in den meisten Fällen die anfallenden Kosten.

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